Das Ziel ist die Nutzung der genetischen Linientracing-Technologie zur Erforschung des Zeitfensters der Venen-Arterien-Transformation und des Schicksals von arteriellen Endothelzellen venösen Ursprungs während der Embryonalentwicklung, bei neugeborenen Mäusen und in erwachsenen Organen. Methode: Es wurde ein genetisches Linientracing-Mausmodell mit Nr2f2-CrexER, Gja5-EGFP und Rosa-H2b-mcherry verwendet, mit einmaliger Tamoxifen-Induktion bei E9.5 und E11.5. Zu den Zeitpunkten E15.5, E18.5, in der Neugeborenenphase (7 Tage nach der Geburt) und im Erwachsenenalter (8 Wochen) wurden Milz, Thymus und Nebennieren entnommen, Immunfluoreszenz-Färbungen und Durchflusszytometrie durchgeführt, um den Beitrag der embryonalen venösen Herkunft zum arteriellen Endothel in den Organen und deren Schicksal zu untersuchen. Ergebnisse: Bei Induktion zu E9.5 trägt das venöse Endothel weiterhin zum arteriellen Endothel von Milz, Thymus und Nebennieren bis ins Erwachsenenalter bei, was darauf hinweist, dass arterielle Endothelzellen venösen Ursprungs langfristig im Gefäßnetzwerk bestehen bleiben können. Bei Embryonalstadium E13.5 zeigt Nr2f2 weiterhin ein gegenseitig ausschließendes Expressionsmuster zum arteriellen Markergen Gja5, was venöse Endothel-Eigenschaften widerspiegelt. Bei Induktion zu E11.5 trägt die venöse Linie weiterhin zum arteriellen Endothel von Milz, Thymus und Nebennieren bei, was auf ein noch vorhandenes Venen-Arterien-Transformationsereignis hinweist. Fazit: Die Embryonalperiode von E9.5 bis E11.5 ist das Zeitfenster für die Venen-Arterien-Transformation, und das embryonale venöse Endothel trägt langfristig zum arteriellen Endothel von Milz, Thymus und Nebennieren bei.