Zusammenhang zwischen depressiven Symptomen und dem Risiko gastrointestinaler Erkrankungen bei älteren Chinesen: eine Querschnitts- und Längsschnittstudie basierend auf CHARLS
Ziel: Umfassende Bewertung der Querschnitts- und Längsschnitt-Beziehungen zwischen depressiven Symptomen und dem Risiko gastrointestinaler Erkrankungen (GID) bei älteren Menschen in China. Methoden: Basierend auf den Daten der chinesischen Gesundheits- und Altersstudie (CHARLS) 2011–2018 wurde ein kombiniertes Querschnitts- und Längsschnittdesign verwendet. Die Querschnittsstudie umfasste 15.014 Personen ab 45 Jahren, die Längsschnittstudie schloss 8.154 Teilnehmer ohne GID bei Baseline ein, die bis 2018 nachverfolgt wurden. Die Querschnittsbeziehung zwischen dem Score der Center for Epidemiologic Studies Depression Scale (CES-D) und GID wurde mittels multivariabler logistischer Regression analysiert; die longitudinalen Zusammenhänge zwischen depressiven Symptomen und neu auftretenden GID wurden mit einem multivariablen Cox-Proportional-Hazards-Modell, Kaplan-Meier-Kurven, eingeschränkten kubischen Splines (RCS) und Subgruppenanalysen bewertet, die Robustheit der Ergebnisse wurde durch Sensitivitätsanalysen überprüft. Die multivariate logistische Regression zeigte, dass mit jedem Anstieg des CES-D-Scores um 1 Punkt das Risiko für GID um 6 % steigt (OR=1,06, 95 % CI 1,05–1,07); verglichen mit Personen ohne oder mit leichten depressiven Symptomen stieg das Risiko für GID bei mittelschweren und schweren Symptomen um 76 % (OR=1,76, 95 % CI 1,61–1,92) bzw. auf das 2,40-fache (OR=2,40, 95 % CI 2,08–2,78). Während der Nachbeobachtungszeit wurden 1.881 Fälle (23,1 %) erstmals mit GID diagnostiziert. Die multivariate Cox-Regression zeigte, dass mit jeder Zunahme des CES-D um 1 Punkt das Risiko für GID um 4 % stieg (HR=1,04, 95 % CI 1,02–1,05); die RCS-Analyse zeigte eine nichtlineare Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen depressiven Symptomen und GID-Risiko (gesamt P < 0,001, nichtlinearer P = 0,009). Die Subgruppenanalyse zeigte Konsistenz der Assoziation in verschiedenen Populationen (Interaktions-P > 0,05). Die Sensitivitätsanalyse zeigte, dass nach Quartil-Einteilung des CES-D die höchste Gruppe (Q4) ein um 84 % erhöhtes Risiko gegenüber der niedrigsten Gruppe (Q1) hatte (HR=1,84, 95 % CI 1,58–2,16), was die Hauptergebnisse weiter unterstützte. Schlussfolgerung: Bei älteren Menschen in China ist eine Zunahme depressiver Symptome mit einem erhöhten Risiko für GID verbunden.
关键词
depressive Symptome;gastrointestinale Erkrankungen;ältere Bevölkerung;chinesische Gesundheits- und Altersstudie