Die autoimmunbedingte vorzeitige Ovarialinsuffizienz (POI) ist eine gynäkologische endokrinologische Erkrankung, die durch eine Autoimmunreaktion vermittelt wird; sie ist durch den Funktionsverlust der Eierstöcke bei Frauen vor dem 40. Lebensjahr gekennzeichnet und beeinträchtigt die Fruchtbarkeit und die allgemeine Gesundheit erheblich. In den letzten Jahren haben sich durch Fortschritte in der Immunologie und Reproduktionsmedizin bedeutende Erkenntnisse zur Pathogenese, Diagnose und Behandlung der autoimmunen POI ergeben. Hinsichtlich der Pathogenese sind multiple Autoantikörper, eine abnorme Aktivierung von T-Zellen und ein Ungleichgewicht der Zytokine beteiligt, wobei die genauen molekularen Mechanismen noch nicht vollständig verstanden sind; die Diagnose basiert hauptsächlich auf Symptomen, der Bewertung der Ovarialreserve und dem Screening auf Autoantikörper, es fehlt an spezifischen Marker zur eindeutigen Identifikation immunologischer Faktoren, was eine frühe Diagnose erschwert; die Behandlung umfasst die Hormonersatztherapie zur Linderung der Symptome eines Östrogenmangels und assistierte Reproduktionstechniken zur Lösung von Fertilitätsproblemen bei einigen Patienten, jedoch fehlen evidenzbasierte Daten zu Immunmodulationstherapien, und die Langzeitprognose bleibt unbefriedigend. Dieser Artikel beschreibt systematisch die Pathogenese, diagnostischen Herausforderungen und therapeutischen Probleme der POI, mit dem Ziel, klinische Praxis und zukünftige Forschung zu unterstützen und eine präzise Diagnostik, Therapie und Management dieser Erkrankung zu fördern.