Erstellung und Validierung eines Nomogramm-Vorhersagemodells für mittel- bis langfristige Hypophysenvorderlappeninsuffizienz nach Operation bei Patienten mit nichtfunktionellen Hypophysenadenomen
Ziel war die Erstellung und Validierung eines Nomogramm-Vorhersagemodells für die mittel- bis langfristige Hypophysenvorderlappeninsuffizienz (APD) nach Operation bei Patienten mit nichtfunktionellen Hypophysenadenomen (NFPA). Methode: Diese retrospektive Kohortenstudie umfasste 305 NFPA-Patienten, die von Juni 2018 bis Juni 2024 im Zweiten Krankenhaus der Lanzhou-Universität operiert wurden. Die Muster der Beeinträchtigung der Hypophysenachsen wurden analysiert, und der Datensatz wurde im Verhältnis 8:2 zufällig in Trainings- (n=244) und Validierungssets (n=61) unterteilt. Mittels multivariabler logistischer Regression wurden Risikofaktoren für mittel- und langfristige postoperative APD ermittelt und ein Nomogrammmodell erstellt. Die Modellleistung wurde anhand der Fläche unter der ROC-Kurve (AUC), Kalibrierungskurven und klinischer Entscheidungsanalyse (DCA) zur Beurteilung der Diskriminationsfähigkeit, Kalibrierung und klinischen Anwendbarkeit bewertet. Ergebnisse: Monosystem-, Zwei- und Dreisystemausfälle der Hypophysenfunktion traten am häufigsten im Zusammenhang mit den Kombinationen der Achsen Wachstumshormon (GH), GH+Thyreotropin (TSH) und GH+TSH+Adrenokortikotropin (ACTH) auf. Multivariate logistische Regression zeigte, dass männliches Geschlecht, Tumorvolumen, Natrium im Blut, Apolipoprotein B, präoperative Triiodthyronin (T3)-Indizes, präoperative Insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1 (IGF-1)-Indizes, kurzfristiges postoperatives IGF-1 und fehlende Hormonersatztherapie (HRT) unabhängige Risikofaktoren für APD mit einem Achsenscore ≥1 (P<0,05) sind; der maximale Tumurdurchmesser, Chlorid im Blut, Serumalbumin, präoperativer APD mit Achsenscore ≥1, kurzfristiges postoperatives T3 und Prolaktin (PRL), kurzfristiger postoperativer APD mit Achsenscore ≥2 sowie fehlende HRT sind unabhängige Risikofaktoren für APD mit Achsenscore ≥2 (P<0,05); Sehstörungen, maximaler Tumordurchmesser, Lactatdehydrogenase, präoperativer IGF-1-Index, kurzfristiges postoperatives TSH und PRL sowie fehlende HRT sind unabhängige Risikofaktoren für APD an der ACTH-Achse (P<0,05); maximaler Tumordurchmesser, Chlorid im Blut, präoperativer APD mit Achsenscore ≥1, kurzfristiges postoperatives PRL und Cortisol sowie fehlende HRT sind unabhängige Risikofaktoren für APD an der TSH-Achse (P<0,05). Die AUC-Werte zur Vorhersage von APD mit Achsenscore ≥1, ≥2, an der ACTH- und TSH-Achse (Trainings-/Validierungsset) betrugen 0,91/0,82, 0,94/0,98, 0,93/0,82 bzw. 0,88/0,90 und zeigen eine hervorragende prädiktive Leistungsfähigkeit des Modells. Der Hosmer-Lemeshow-Test sowie Kalibrierungskurven zeigten eine gute Übereinstimmung zwischen vorhersagter Wahrscheinlichkeit und tatsächlichem Risiko (P>0,05), und die klinische Entscheidungsanalyse (DCA) bestätigte den klinischen Nettonutzen des Modells über einen weiten Schwellenbereich. Schlussfolgerung: Das erstellte Nomogrammmodell weist eine gute prädiktive Leistung auf, seine Generalisierbarkeit muss jedoch durch externe Daten weiter validiert werden.