Klinische Studie zur Korrelation der Verteilung der pathogenen Erreger bei Harnwegsinfektionen nach radikaler Prostatektomie mit Stressinkontinenz und Veränderungen der Entzündungsfaktoren bei Prostatakrebs
Ziel: Untersuchung der Korrelation zwischen der Verteilung der Erreger von Harnwegsinfektionen (HWI) nach radikaler Prostatektomie bei Prostatakrebs (PCa), Belastungsinkontinenz (SUI) und Veränderungen der Entzündungsfaktoren. Methode: Retrospektive Auswahl von 213 Patienten mit Prostatakrebs, die zwischen Januar 2021 und Januar 2024 an der Ersten Volkskrankenhaus von Nanyang, Universität Henan, eine roboterassistierte radikale Prostatektomie erhielten. Die Patienten wurden je nach Auftreten einer postoperativen HWI in eine Infektionsgruppe (n=66) und eine Nicht-Infektionsgruppe (n=147) eingeteilt. Innerhalb von drei Monaten nach der Operation wurden Patienten mit Stressinkontinenz (SUI-Gruppe, n=61) und Patienten mit normalem Wasserlassen (normal, n=152) unterschieden. Bei Patienten mit postoperativer HWI wurden die Erreger kultiviert, isoliert und identifiziert, und die Zusammensetzung der Erreger (gramnegative Bakterien, grampositive Bakterien, Pilze) analysiert. Die allgemeinen Daten, die Spiegel von Interleukin (IL)-1, IL-6, Prostaglandin E2 (PGE2), Tumornekrosefaktor-α (TNF-α), Prostatavolumen und Harnröhrenlänge vor der Operation wurden zwischen den Infektions- und Nicht-Infektionsgruppen sowie zwischen der SUI- und der Normaluriniergruppe verglichen. Die IL-1-, IL-6-, PGE2- und TNF-α-Spiegel wurden in vier Untergruppen verglichen: Nicht-Infektion + normales Wasserlassen (n=136), Nicht-Infektion + SUI (n=11), Infektion + normales Wasserlassen (n=16), Infektion + SUI (n=50). Eine multivariate lineare Regressionsanalyse untersuchte die Korrelation zwischen IL-1, IL-6, PGE2, TNF-α und der Blasenfunktion. Eine multivariate logistische Regressionsanalyse identifizierte die Risikofaktoren für postoperative SUI. Ein restringiertes kubisches Splinemodell analysierte die Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen IL-1, IL-6, PGE2, TNF-α und dem Risiko von HWI. Das Hayes Process-Programm analysierte die Mediatorwirkung von IL-1, IL-6, PGE2, TNF-α zwischen postoperativer HWI und Blasenfunktion. Ergebnisse: Bei 66 Patienten mit HWI wurden 85 pathogene Stämme identifiziert, vorwiegend Escherichia coli und Staphylococcus aureus. Die Infektionsgruppe wies ein höheres Alter, eine Vorgeschichte von präoperativem SUI, Anzahl der Patienten mit transurethraler Katheterisierung und postoperativer Harnverhaltung, Katheterverweildauer nach OP, Krankenhausaufenthaltsdauer, erhöhte IL-1-, IL-6-, PGE2-, TNF-α-Spiegel und Restharnvolumen im Vergleich zur Nicht-Infektionsgruppe auf (P<0,05). Die Anzahl der Patienten mit prophylaktischer Antibiotikaanwendung vor der Operation und der Blasendruck waren in der Infektionsgruppe deutlich niedriger (P<0,05). In der SUI-Gruppe waren Alter, BMI, Prostatavolumen, präoperative Harnröhrenlänge, Operationsdauer, Vorgeschichte von Bauchoperationen, präoperative SUI-Geschichte und Anzahl der Patienten mit HWI höher als in der normalen Gruppe (P<0,05). IL-1, IL-6, PGE2, TNF-α korrelierten negativ mit dem Blasendruck (P<0,05) und positiv mit dem Restharnvolumen (P<0,05). Unabhängige Risikofaktoren für postoperative SUI waren: Alter≥58 Jahre, BMI≥24,69 kg/m2, Prostatavolumen≥50,06 cm3, präoperative Harnröhrenlänge <14,08 mm, Vorgeschichte von Bauchoperationen, präoperative SUI-Geschichte, HWI, IL-1≥2,05 pg/mL, IL-6≥16,43 pg/mL, PGE2≥116,91 pg/mL, TNF-α≥1,03 ng/mL (P<0,05). Die IL-1-, IL-6-, PGE2- und TNF-α-Spiegel in der Nicht-Infektion + SUI-Gruppe und Infektion + normaler Uriniergruppe waren signifikant höher als in der Nicht-Infektion + normaler Uriniergruppe (P<0,05); die IL-1-Spiegel in der Infektion + normaler Uriniergruppe waren signifikant höher als in der Nicht-Infektion + SUI-Gruppe (P<0,05); die Infektion + SUI-Gruppe wies signifikant höhere Spiegel von IL-1, IL-6, PGE2 und TNF-α als die anderen drei Gruppen auf (P<0,05). Zwischen IL-1, IL-6, PGE2, TNF-α und dem Risiko von HWI bestanden nichtlineare Dosis-Wirkungs-Beziehungen, wobei das Risiko bei IL-1>2,09 pg/mL, IL-6>16,51 pg/mL, PGE2>117,02 pg/mL, TNF-α>0,97 ng/mL mit steigenden Spiegeln zunahm (nichtlinear P<0,05, Gesamt P<0,05). IL-1, IL-6, PGE2, TNF-α haben eine signifikante mediierende Wirkung auf die Beziehung zwischen postoperativer HWI und Blasenfunktion (Blasendruck und Restharnvolumen) (P<0,001). Fazit: Die Hauptpathogene der HWI nach radikaler Prostatektomie bei PCa sind Escherichia coli und Staphylococcus aureus. Postoperative HWI und SUI stehen jeweils in unabhängiger Verbindung mit einer verstärkten systemischen Entzündungsreaktion und zeigen bei gleichzeitiger Präsenz eine synergistische Wirkung. IL-1, IL-6, PGE2, TNF-α spielen eine bedeutende mediierende Rolle zwischen HWI und Blasenfunktion nach der Operation.
关键词
Prostatakrebs;Harnwegsinfektion;Verteilung der Pathogene;Stressinkontinenz;Entzündungsfaktoren