Die dNK-Zellen des Chorions sind die Hauptimmunzellen in der mütterlich-fetalen Schnittstelle. Die Funktion der dNK-Zellen, die im Verlauf der Entwicklung erworben wird, hängt von der Bildung der NK-Zellen ab, d.h. von der Bindung der zytotoxischen Immunglobulinrezeptoren (KIR) und CD94/NKG2, die von den EVT-Zellen exprimiert werden, an die MHC-Klasse-I-Moleküle, die von den EVT-Zellen exprimiert werden, und die dies den Wirkungsgrad der NK-Zellen regulieren. Intrauterine dNK-Zellen beteiligen sich an der Etablierung und Aufrechterhaltung der immunologischen Toleranz an der mütterlich-fetalen Schnittstelle und regulieren ungünstige geburtshilfliche Ergebnisse wie wiederkehrende Fehlgeburten (RPL) durch Erziehungsdefekte der dNK-Zellen. Wir geben einen Überblick über die dNK-Zellen, die Bildung der dNK-Zellen, die Hauptmoleküle und die damit verbundenen pathologischen Mechanismen, die durch Erziehungsdefekte der dNK-Zellen vermittelt werden, um Hinweise zur Vorhersage und Verbesserung der geburtshilflichen Ergebnisse bei RPL-Patienten, die mit dNK-Zellen in Zusammenhang stehen, zu liefern.